Mehrpunkt-Thermoelemente dienen zur Messung mehrerer Temperaturpunkte über einen einzigen Zugangspunkt. Der Sensor verfügt über mehrere Temperatureingänge entlang seiner Länge, um ein genaues Temperaturprofil zu berechnen. Dieser Sensor kann mit bis zu 60 Punkten entlang seiner Länge und einem einzigen Eindringpunkt ausgestattet werden. Diese Sensoren werden hauptsächlich in der Chemie- und Erdölindustrie zur Temperaturprofilierung von Reaktoren, Crackern und Flüssiggastanks eingesetzt.
Design und Abmessungen der Mehrpunkt-Thermoelemente unterscheiden sich je nach Form und Größe des Behälters, Position der Sensoren, erforderlichem Service, Druck, Temperatur und Umgebungsbedingungen, wo das Thermoelement installiert werden muss und wo die Ausgabe benötigt wird.

Was sind die Merkmale eines Mehrpunkt-Thermoelements?
- Mehrere Erfassungspunkte mit nur einem einzigen Zugriffspunkt.
- Misst effektiv Temperaturprofile für verschiedene Anwendungen.
- Der Austausch einzelner Sensoren ist möglich, ohne dass das Ganze beeinträchtigt wird.
- Kosteneffizient im Vergleich zur Platzierung einzelner Sensoren.
- Anpassbares Design je nach Temperaturbereich und Signalgenauigkeit verfügbar.
- Alle Sensoren sind vollständig metallummantelt und mit Mineralisolierung versehen.
- Einige Designs sind mit Widerstandselementen als Primärsensor erhältlich, um genauere Ergebnisse zu liefern.
Anwendungsbereiche
- Chemische und petrochemische Industrie
- Reaktoren und Destillationsfraktionatoren
- Treibstofflager, Hydrocracker und Hydrotreater
- Flüssigkatalytische Crackanlage
- Rohöldestillation
- Katalytischer Reformierungsprozess
Installation eines Mehrpunkt-Thermoelements

Technische Spezifikation
| Element | K, N, E, Pt100 |
| Anzahl der Sensoren | Je nach Design (Bis zu 60 Punkte) |
| Heiße Verbindung | Geerdet, Ungeerdet |
| Scheidenmaterial | SS 316, SS 310, Inconel 600 |
| Manteldurchmesser | 12,6, 10, 8, 6 usw. |
| Ansprechzeit | Weniger als 10 Sek. |
| Temperaturbereich | Je nach Material |
| Prozessanschluss | Nach Bedarf |
Sensordesign
Tempsens Instruments bietet zahlreiche Ausführungen für Mehrpunkt-Thermoelemente, je nach Anforderungen und Anwendung. Zur Veranschaulichung der verschiedenen Arten von Mehrpunkt-Thermoelementen wurden verschiedene Ausführungen dargestellt:

Frei hängendes Mehrpunkt-Thermoelement
Flexible Hängesensoren bieten ein flexibles Design mit größerer Abdeckung für die Temperaturmessung. Die Sensoren werden um den Reaktorumfang herum und dann nach innen zum gewünschten Messpunkt geführt. Die einzelnen Sensoren können je nach Anwendungsanforderung verlegt werden. Sie können für den Versand aufgerollt und ohne äußeres Schutzrohr geliefert werden.

Mehrpunkt-Schutzrohr mit Wärmeübertragungsblock
Bei dieser Ausführung ist der Messsensor in einen Wärmeübertragungsblock integriert, um doppelten Schutz zu gewährleisten. Der Schrumpfblock ist mit dem Behälterkörper verschweißt, an dem der Messsensor befestigt wird. Die Konstruktion ermöglicht den Austausch und die Demontage des einzelnen Sensors während des Betriebs. Der Sensor liegt am Wärmeübertragungsblock an, um eine kürzere Reaktionszeit zu gewährleisten.

Federbelastetes Mehrpunkt-Thermoelement
Das Design ist mit einer Bimetallfeder ausgestattet, die einen einzelnen Messfühler verbindet und so einen sicheren Kontakt zwischen Messfühler und Schutzrohr gewährleistet. Die Bimetallfeder wird unbelastet in das Schutzrohr eingebaut. Die Verbindung wird durch Wärmezufuhr während des Prozesses hergestellt.

Mehrpunkt-Thermoelement mit Führungsrohr
Für jeden Sensor sind Führungsrohre vorgesehen, um eine präzise Positionierung des Sensors zu gewährleisten. Diese Konstruktion ermöglicht den Austausch des Thermoelements, ohne dass am Prozessrohr erneut geschweißt werden muss. Das geschweißte Teil kann auch ohne Sensor am Schutzrohr befestigt werden. Diese Führungsrohre können federbelastet sein, um sicherzustellen, dass der Sensor Kontakt mit der Innenwand hat.

Mehrpunkt-Thermoelement mit radialer Anordnung
Das Design ermöglicht die radiale Anordnung einzelner Sensoren, die in jede zylindrische Fase der Innenfläche passen. Die radialen Elemente werden so geführt, dass sie die Funktion des Katalysators möglichst wenig beeinträchtigen. Dadurch werden kürzere Reaktionszeiten erreicht, was zu einer schnellen Informationsübermittlung über Prozessänderungen führt.








