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Blog 25. Juni 2025

Glasfasersensor zur Überwachung von Schaltanlagen

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Warum moderne Schaltanlagen intelligentere Augen benötigen

Betritt man ein Umspannwerk oder einen Hochspannungsraum, ist die Anspannung spürbar. Schaltanlagen schützen unsere Stromnetze – sie öffnen, schließen und sichern Stromkreise, damit die Stromversorgung sicher weiterläuft. Doch hinter ihren robusten Metallgehäusen lauert eine stille Gefahr: Überhitzung. Für Betriebsleiter und Ingenieure ist ein übersehener Hotspot in einer Schaltanlage kein rein technisches Problem, sondern ein Geschäftsrisiko, ein Sicherheitsrisiko und kann im schlimmsten Fall sogar die Karriere beenden.

Die eigentliche Geschichte: Mit zunehmender Größe unserer Systeme steigt auch der Bedarf an Zuverlässigkeit. Geräte altern, Lastzyklen nehmen zu, und die bisherige Überwachungsmethode – also das Warten auf das Auftreten von Problemen durch Oberflächensensoren – ist nicht mehr zeitgemäß. Führende Unternehmen der Elektrotechnik suchen daher nach früheren und aussagekräftigeren Warnsignalen. Hier kommen faseroptische Temperatursensoren und die auf Fluoreszenz basierende Revolution in der faseroptischen Temperaturmessung ins Spiel.

Das alte Problem: Warum traditionelle Methoden nicht ausreichen 

Mal ehrlich. Konventionelle Temperaturmessungen in Schaltanlagen verwenden metallbasierte Widerstandsthermometer, Thermoelemente oder seltener Infrarot-Stichprobenmessungen. Obwohl sie für die grundlegendsten Anforderungen ausreichen, haben sie einige Einschränkungen:

  • Sie messen die Oberflächen- oder Umgebungstemperatur, nicht die kritischen Hotspots im Inneren von Leitern, Kontakten oder Stromschienen.
  • Sie sind anfällig für elektrische Störungen – in einem Raum voller Hochspannung sind sie nie die beste Wahl.
  • Ihre Reaktionszeit kann langsam sein, sodass man von Problemen erst erfährt, wenn es fast zu spät ist.
  • Die nachträgliche Installation zusätzlicher Metallsensoren ist nicht immer möglich – insbesondere nicht ohne die Schaltanlage außer Betrieb zu nehmen.

Bedenken Sie, was auf dem Spiel steht: Ein einziger unentdeckter Hotspot an einer Hauptsammelschiene oder Verbindung kann zu ungeplanten Abschaltungen, Anlagenschäden oder sogar zu einem Brand führen.

Ein neuer Ansatz: Glasfaser-Hotspot-Überwachung 

Die faseroptische Hotspot-Überwachung revolutioniert das Vorgehen. Anstatt mit Elektrizität nutzen diese Sensoren Licht, um Bereiche zu erfassen, die für herkömmliche Sensoren unzugänglich sind.

Wie funktioniert es?

Fluoreszenz-Lichtwellenleitersensoren bilden das Herzstück des Systems – ultradünne, nichtmetallische Drähte, die Temperaturschwankungen mittels Licht und nicht mittels Spannung erfassen. Hier die wissenschaftlichen Grundlagen einfach erklärt:

  • Ein winziger Teil des Sensors enthält fluoreszierendes Material.
  • Ein Lichtimpuls wird entlang der Faser gesendet und stimuliert dieses Material.
  • Die Abklingzeit der Fluoreszenz ist exakt proportional zur Temperatur – dies ist die Fluoreszenz-Temperaturmessung.
  • Das Ergebnis? Eine direkte Echtzeitmessung der tatsächlichen Temperatur des “Hotspots”, unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen.

Diese auf Fluoreszenz basierende faseroptische Temperaturmesstechnik (FOTS) ist ein Durchbruch für elektrische Räume, Umspannwerke und alle Umgebungen mit hohen Strömen.

Reale Vorteile für reale Abläufe  

  1. Immunität gegen elektromagnetische Störungen:

Da sie nur Licht aussenden, werden faseroptische Sensoren nicht von den intensiven elektromagnetischen Feldern in Schaltanlagen beeinflusst – sie liefern zuverlässige Messungen, wo andere Sensoren versagen.

  1. Direkte Hotspot-Messung:

Positionieren Sie den faseroptischen Temperatursensor für Transformatoren oder Schaltanlagen genau dort, wo Sie ihn benötigen: neben Sammelschienen, an Kabelschuhen, an Schalterkontakten – Sie müssen nicht abschätzen, was im Inneren vor sich geht.

  1. Schnelle Reaktion:

Fluoreszenzbasierte Sensoren reagieren unmittelbar auf Temperaturänderungen und ermöglichen so ein schnelles Eingreifen, bevor Schäden entstehen.

  1. Sicher und langlebig:

Durch die frühzeitige Erkennung von Problemen können die Betreiber Zeit sparen und Ausfallzeiten vermeiden, indem sie die Lebensdauer wichtiger Schaltanlagen verlängern.

  1. Mehrpunktüberwachung:

Eine einzige faseroptische Temperatursensorleitung kann mehrere Hotspots entlang ihres Verlaufs überwachen – was die Installation vereinfacht und die Abdeckung maximiert.

  1. Nachrüstfreundlich:

Da die Fasern klein und flexibel sind, kann die Installation sowohl bei Neubau- als auch bei Nachrüstungsarbeiten erfolgen, selbst wenn keine Geräte außer Betrieb genommen werden.

Fluoreszenzsensoren vs. herkömmliche Sensoren: Was ist der tatsächliche Unterschied? 

Man bedenke Folgendes: Herkömmliche elektrische Sensoren sind “Außenstehende”, die die Wärme erst dann wahrnehmen, nachdem sie den Sensor erreicht hat, wodurch häufig wertvolle Zeit verschwendet wird.

Fluoreszenzsensoren sind Insider – sie befinden sich direkt an der Verbindung und erfassen Temperaturänderungen, sobald diese auftreten.

  • Kein Rätselraten.
  • Keine Fehlalarme durch umherirrende elektrische Signale.
  • Es gibt keine Verzögerung, bis die Oberflächenwärme den Sensor erreicht.

Dies ist besonders wichtig für alternde Schaltanlagen, bei denen Isolationsfehler oder Korrosion das Risiko lebensbedrohlicher Hotspots erhöhen.

Industrielle Anwendungen 

  • Umspannwerke: Messung von Stromschienenverbindungen und -anschlüssen, bei denen ein Versagen katastrophale Folgen hat.
  • Industrielle Schaltanlagen: Schutz von Hauptverteilern, Motorsteuerzentralen und Verteilerkästen vor schwankenden Lasten.
  • Integration des Transformator-Temperatursensors: Faseroptische Sensorik für Wicklungen und Schaltanlagen innerhalb desselben Geräts ermöglicht die zentrale Überwachung des Anlagenzustands.
  • Erneuerbare Energien Überwachung von Kombinationskästen und Wechselrichterschränken in Solar- oder Windparks.
  • Kritische Infrastruktur: Rechenzentren, Krankenhäuser und Flughäfen nutzen alle FOTS, um Verfügbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Warum man sich für faseroptische Temperatursensoren auf Fluoreszenzbasis entscheiden sollte 

  1. Vertrauen in die Daten:

Dank präziser Echtzeit-Messwerte der Hotspots können die Wartungsteams auf Fakten und nicht auf Gerüchte reagieren.

  1. Vorausschauende Wartung:

Proaktive Warnungen ermöglichen geplante Reparaturen, nicht aber Einsätze um 3 Uhr morgens.

  1. Einhaltung von Vorschriften und Berichtspflichten:

Mit digitalen, nachvollziehbaren Aufzeichnungen werden Audits und behördliche Inspektionen einfacher und transparenter.

  1. Lebensdauerverlängerung von Anlagen:

Durch das frühzeitige Erkennen von Fehlern in der Lebensdauer der Schaltanlagen können die Betreiber Zeit sparen und Ausfallzeiten vermeiden.

  1. Sicherheit geht vor:

Keine Hochspannung im Sensor bedeutet maximale Sicherheit für Installateure und Techniker.

Auswahl Ihres Glasfasersystems: Wichtige Faktoren

  • Anzahl der Überwachungspunkte: Wählen Sie eine Lösung, die zu den Abmessungen und dem Funktionsumfang Ihrer Schaltanlage passt.
  • Integration: Stellen Sie sicher, dass Ihr FOTS-System mit Ihrem SCADA- oder Überwachungssystem kommuniziert.
  • Unterstützung: Suchen Sie sich einen Lieferanten, der die Technologie und die Gegebenheiten Ihres Unternehmens kennt.

Tempsens bietet hochentwickelte, auf Fluoreszenz basierende faseroptische Temperaturmesslösungen, die für die realen Bedingungen in Schaltanlagen geeignet sind und durch erfahrenen Support und B2B-Know-how unterstützt werden.

 

Häufig gestellte Fragen

 

F: Können fluoreszierende Glasfasersensoren in bestehende Schaltanlagen integriert werden?

A: Ja, sie sind flexibel genug für Nachrüstungen und blockieren keine Anlagen während Ausfallzeiten.

F: Können elektrische Störungen oder Spannungsspitzen diese Sensoren beeinträchtigen?

A: Nein, sie sind völlig immun – sie liefern selbst in den anspruchsvollsten elektrischen Umgebungen genaue Messwerte.

F: Wie viele Hotspots kann ich mit einer einzigen Faser messen?

A: Entlang einer einzigen Glasfaserleitung können mehrere Punkte überwacht werden, wodurch Sie mit einer einzigen Installation eine umfassende Abdeckung erhalten.

F: Ist für die Bedienung von FOTS eine spezielle Schulung erforderlich?

A: Eine kurze Schulung ist ausreichend. Nach der Installation ist das System einfach zu bedienen und weitgehend wartungsfrei.

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